
Artikel-Update: Wenn Sie einer der 0.5% Besucher dieses Blogs sind, die über Suchmaschinen mit den Begriffen “Sex” und “Kinder” hierhergekommen sind:ClickMeSie perverses Schwein. Auf dieser Seite werden Sie keine Kinderpornographie finden. Ihre IP wurde geloggt und wird bei Bedarf den Behörden zur Verfügung gestellt. Sie können dem natürlich jederzeit widersprechen, wenn Sie eine Mail an spamvonperversenschweinen@ithoughts.de schicken.
Gestern lief brisantes Material im Fernsehen, bei dem ich sofrt daran denken musste, einen neuen Eintrag für meine kleine Kolumne Ich sehe dumme Menschen zu machen.Vielleicht sollte ich mal in den Spiegel gucken, weil ich mir sowas überhaupt antue. Fazit: Dummes Deutschland.
Der TV-Abend begann mit der Super Nanny, bei der die Eltern diese zu Hilfe gerufen hatten, weil das Kind nicht immer gemacht hat, was sie sagen. Stellte sich raus, dass die Eltern total im Eimer waren und nicht im Ansatz Ahnung davon hatten, was Erziehung wohl bedeuten mag. Das arme Kind wurde an allen Ecken schikaniert, gut dass Katja Salfrank helfen konnte … zumindest solange die Kameras an sind.
Dann Raus aus den Schulden … meine Leiblingssendung. Eine fresssüchtige, kaufsüchtige Frau begeht haufenweise Eingehungsbetrug und hat -70.000€ am Start, gut dass Super-Zwegat helfen kann … zumindest solange die Kameras an sind. Schnell wird die Frau für Krank erklärt, verschenkt all die Sachen, die sonst vielleicht gepfändet würden und freut sich auf ihre Privatinsolvenz. Da ist wohl auch in der Erziehung einiges schief gelaufen, was?
SternTV folgt auf dem Fuße. Die Jugend guckt Pornos, hat mit 8 Jahren zum ersten Mal Sex, will nach diesem nicht mehr kuscheln, weil Sex zwar geil ist, aber mit Liebe nix zu tun hat, und kuscheln is eh was für 4-jährige. Sie fühlen sich abnormal, wenn dem nicht so ist und hören sogenannte “Pornorapper”, die mit derbsten Texten vorleben, was krass korrekt ist und wie Kontakte zwischen Männern und Frauen aussehen: hart, schnell und sexuell. Einige der gestörten Kinder sind sogar im Studio, kennen kaum Vokabeln ihrer eigenen Muttersprache. Erziehung Upside-Down?
Dann eine Reportage über Gothics … und da fühlte ich mich nicht schlecht an die Metal-Szene erinnert. Die Gemeinsamkeiten lassen sich schnell auf einen Punkt bringen: Man will “individuell sein”, “anders sein” als die Normalos. “Andere Musik” hören und “andere Gewohnheiten” pflegen (anders tanzen, nicht angepasst sein, schwarz schön finden dürfen…). Zugehörigkeitsgefühl inklusive. Toleranz wird gefordert, aber selten selber geübt. Selbstbestimmte Isolation mit einer Gruppe von Menschen, die nur der Musikgeschmack verbindet. Verhaltensanpassung an eine Szene, das Gegenteil von Individualität. Wer sich dem Dresscode der Szene anpasst, dieselbe Musik hört und auf Friedhöfen Picknick macht, weil’s in der Szene in ist - viel Spaß, ihr Individualisten. Ich höre zwar auch Metal und habe mich eine gewisse Zeit über die Szene definiert, aber glücklicherweise konnte ich mich weiter entwickeln - was ein wichtiger Punkt ist, den ein Szenenmensch für gewöhnlich nicht akzeptiert. Versteht mich nicht falsch - ich habe nix gegen non-pop Musik oder einen extravaganten Kleidungsstil, aber jeder sollte mal reflektieren, ob er sich nicht selber in eine Schublade steckt. Ob man damit eventuell sein Leben vertrödelt, sich zu Schminken - man weiss es nicht.