Die Vielfalt des menschlichen Charakters

Wozu sind wir hier? Um Glücklich zu sein, würde der Dalai Lama vermutlich sagen. Und um unser Glück zu maximieren, könnte ich hinzufügen, da viele einen dermaßen geringen Anspruch an Glück haben, dass es ihnen von aussen gesehen alles andere als gut geht – sie kennen nur das Verhältnis nicht.

Wie bereits in meinem kleinen Artikel zur Erkundung des Sinns des Lebens beschrieben, gilt es auf dem Weg zur Maximierung des Glücks, mehr Zeit und Geld zu haben und seine private Erfüllung zu finden, z. B. ein gesundes Leben in Beziehungen führen zu können, da dies die wichtigsten Faktoren im Leben sind. Dabei sollte man versuchen, nicht einen oder mehrere Faktoren zu vernachlässigen: Wer Zeit eine viel höhere Priorität zukommen läßt als Geld, der wird dazu neigen, seinen Beruf zu vernachlässigen. Wer Geld eine viel höhere Priorität zukommen läßt als Zeit, der wird seine Hobbies und Freunde verlieren. In beiden Fällen wird eine Beziehung problematisch.

Freunde und Hobbies sind auch ein Thema. Was ist der Mensch ohne ein gesundes soziales Umfeld, und ohne etwas dass ihm Spaß macht? Soziale Fähigkeiten sind von großer Bedeutung für Menschen, ob das nun im Arbeitsleben, in der Interaktion mit Freunden, Fremden oder dem Lebenspartner ist.

Genauso wie Intelligenz, Kreativität, Aufmerksamkeit, Teamfähigkeit und Moral. Im beruflichen Umfeld, mit Freunden oder in der Beziehung unabdingbar. Äußerlichkeiten – Etikette Aussehen Sport Fitness Gepflegtheit … es gibt viel mehr, auf dass jeder Mensch achten sollte, als in einer kurzen Antwort oder einem Beitrag wie diesem zusammengefasst werden kann. Mut, Disziplin, Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft sind weitere positive Beispiele – ein Mensch muss in den richtigen Situationen aber auch über seinen Schatten springen können, harte Entscheidungen mit konkreten Auswirkungen treffen oder soziale Verknüpfungen auflösen, wenn es im Interesse seines Glücks steht.

Wichtig ist hierbei zu betonen, dass jeder Mensch diverse dieser wichtigen Punkte nicht zu seinen stärken zählt oder vielleicht sogar gar nicht erkennt, dass ihm diese Fähigkeiten abgehen. Es ist menschlich, Fehler zu haben, aber es ist eine Art Erleuchtung, Fehler zu beseitigen und sich somit selbst zu verbessern. Kritikfähigkeit ist eine zentrale positive Eigenschaft, die über viel im menschlichen Leben entscheiden kann. Denn nicht nur, dass einem Menschen positive Eigenschaften fehlen, sondern auch negative Eigenschaften wollen beseitigt werden, wenn der Mensch seinem Glück näher kommen will.

Gier, Geiz und Egoismus kommt heute oft unterschwellig in den Köpfen der Menschen vor, und macht solche Menschen unattraktiv. Selbstbezogenheit, alles auf die eigene Situation beziehen, ist eine Geißel unserer Welt. Wen interessiert denn, was eine Aussage für mich bedeutet? Oder für dich? Die globalen Zusammenhänge werden nicht gesehen und das Weltbild ist Egozentrisch – die Sonne dreht sich um mich, nicht umgekehrt. Oberflächlichkeit. Würde man einige Menschen Interpretieren als wären sie Figuren eines Romans, könnte man sie häufig als Flat Characters beschreiben – der Mensch sucht sich seine Schublade, in die er sich steckt, und verhält sich dementsprechend. Archetypisches Verhalten. Unheimlich uninteressant.

Bei so vielen negativen Punkten, die man in sich beseitigen muss, benötigt man die Einsicht, dass Veränderung möglich ist, so dass man schlechte Eigenschaften ablegen kann und sich vielleicht auch positive aneignen kann.  Wenn man seine Fehler nicht sieht, benötigt man die Fähigkeit, sich Kritik anzuhören und seine Fehler einsehen zu können, da sonst keine Veränderung möglich ist. Viele Menschen denken, ich bin halt so, und verstehen nicht, dass sie einen freien Willen haben. Und wer seinen freien Willen nicht nutzt oder nicht nutzen will, der ist ein Sklave seines bisherigen Lebens. Das nicht zu ändern ist, im Gegensatz zur Zukunft. Welche weiteren Erfahrungen man macht, ist steuerbar. Wer etwas wirklich will, der findet einen Weg – mit ein wenig Strebsamkeit.

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, Posted Thursday, December 4th, 2008 under Philosophisches.

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