Monatsarchiv für Juni, 2008

Ich sehe dumme Menschen

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Kommt das jemandem bekannt vor? Man fährt mit dem Fahrrad morgens an eine Ampel und will über die Straße, in der Nähe eines Kindergartens. Da sich da Kinder befinden, möchte man die Straße an einer Ampel überqueren. An der Drück-Ampel warten schon fünf andere Fahrradfahrer. Nach 5 Sekunden fällt mir auf, dass keiner von denen den Knopf gedrückt hat. Ob die alle abwarten, bis jemand kommt, der sich dazu herablässt, den Bakterienverseuchten Knopf zu drücken? Nach 10 weiteren Sekunden fahre ich einfach bei Rot rüber, weil ich mich nicht besonders nahe an den Ampelknopf gestellt habe, und die Verkehrssituation es zulässt. Irgendeine Frau schreit mir hinterher: Na sie sind ja ein Vorbild für die Kinder. Ich spüre, wie die Kugel in mein Gehirn eindringt und bleibende Schäden hinterläßt. Hoffentlich musste sie und ihr vermutlich hochintelligentes Kind noch lange warten.

Warum iPhone 3G kaufen?

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Nachdem ich beim neuerdings.com-Blog einen Eintrag über die Nachteile des iPhones gelesen habe, wollte ich zuerst einen Kommentar schreiben, aber dieser wird aufgrund seiner Länge nun ein eigener Artikel.

Was will ich eigentlich?

Immer, wenn man sich etwas kauft, das eine größere Investition darstellt, dann sollte man sich überlegen, ob diese Investition gerechtfertigt ist, und Pro und Contra abwägen. Hierzu muss man sich allerdings seiner IPhone 3GAnforderungen bewußt sein. Selbst wenn wir in 5 Jahren ein Handy mit integrierten Beamer und einer laserprojizierbaren Tastatur haben werden, die einen Laptop ersetzen kann, so ist das heute technisch unmöglich. Heutige Handy haben die unterschiedlichsten technischen Features und wachsen zum Minicomputer, der immer mehr Aufgaben bewältigen kann. Betonung liegt auf KANN, denn meist vergeht mir bei der Bedienung von Handys der Spaß, was dazu führt, dass ich mich nicht mit ihnen auseinandersetzte.

Die Frage ist also, für welche Use-Cases (Anwendungsfälle) man sein Handy haben will. Ebenso wichtig ist, für welche Use-Cases man sein Handy nicht haben möchte, weil man sie gar nicht nutzen würde.

Ich will nicht…

1. Am Handy arbeiten. Jedenfalls nicht, bis das Display 15 Zoll groß und eine gut bedienbare Tastatur hat; und dann ist es eben kein Handy mehr, sondern ein Notebook.

2. Ein gewaltiges Datenvolumen. Für Downloads exorbitanter Größe nutze ich meine heimische Flatrate oder das WLAN meiner Uni. Auch auf dem iPhone.

3. Videochat. Es soll ja Leute geben, die gerne Skypen, ich will lieber nicht gesehen werden, wenn ich schon aufs telefonieren zurückgreifen muss.

4. MMS schicken. Habe ich noch nie gemacht. Wenns hoch kommt habe ich schon mal eine erhalten. Was für ein sinnloser Dienst ist MMS überhaupt? Wenn man E-Mails schicken kann ist das deutlich schicker.

Ich will dafür…

1. Telefonieren und SMS schicken. Erreichbar sein ist hierbei das Stichwort. Und natürlich eine Basisfunktion jedes Handys. Trotzdem sollte das Look-and-Feel bedacht werden, und Apple ist nun mal eine der wenigen Firmen, die sich über solche Dinge und Ergonomie viele Gedanken machen.

2. MP3-Player. Dass keine Bluetooth-Kopfhörer unterstützt werden, ist mir egal, ich bin normale Ohrstöpsel gewohnt und freue mich, dass ich zum Musik hören kein zusätzliches Gerät in der Tasche tragen muss.

3. Kamera-Funktion für Schnappsschüsse. Betonung liegt auf Schnappsschüsse. Ein Handy macht sowiso keine Weltklasse-Bilder, weil die Optik und der optische Sensor-Chip weitaus wichtiger als die Anzahl der Megapixel ist, und in Kameras ist nunmal wenig Platz. Das iPhone schafft eine Auflösung von 1600×1200 Pixeln (nur zur Information: das ist beinahe Full-HD) und macht gute Bilder bei Tageslicht. Das reicht. 8 Megapixel braucht man vielleicht, wenn man Fotografien für Printmedien machen will, aber dann benutzt man eh kein Handy, sondern eine Kamera.

4. Video aufnehmen. Schade, dass das mit dem iPhone (noch) nicht möglich ist. Es gibt schlimmeres.

5. E-Mails schreiben und abrufen. Mein Hauptkommunikationsmittel, seit ich mich von ICQ und sozialen Netzwerken aufgrund des gewaltigen Störfaktors abgewandt habe, soll natürlich unterstützt werden.

6. Surfen. Definiere Surfen: Sich übers Internet ablenken (Youtube, Nachichten, MyLiveshopping, Wetter gucken, …). Das will ich eigentlich gar nicht, weil ich dafür keine Zeit habe, aber nett wäre es trotzdem. Hierbei bedenke man, dass das iPhone den größten Komfort in Sachen Internetnavigation bietet. Die bei zdnet.de beschriebene Studie wird das Handy selten zum Surfen benutzt. In anderen Quellen kann man folgendes nachlesen:

“Der Nutzer eines Blackberry verbraucht im Durchschnitt etwa ein bis zwei Megabyte an Datenvolumen jeden Monat. Bei unseren Iphone-Kunden sind es im Durchschnitt 76 Megabyte pro Monat und dort sind die generierten Umsätze etwa sechsfach höher“, plauderte am Mittwochvormittag Olaf Swantee, Executive Vice-President von Orange, aus dem Nähkästchen.

All das scheint zu sagen: Auf dem iPhone surft man gerne. Auf anderen Geräten nicht. Auch Internetbanking auf dem Handy finde ich durchaus interessant. Der Safari-Browser stellt hierbei offensichtlich gute Möglichkeiten zur Verfügung. Und ein guter Browser ist das wichtigste im Internet. Apropos: Downloaden Sie bitte den neuen Firefox 3.0, wenn sie ihn nocht nicht haben. :-)

7. Diktiergerätfunktion. Kann das iPhone leider nicht. Siehe Punkt 13.

8. Texte notieren. Ich schätze, dass andere Geräte besser für sowas geeignet sind, aber wahrscheinlich kann man auch ein sinnvolles extern programmiertes Schreibtool erwerben, so dass das denke ich ausreicht (siehe Punkt 13). Ich stelle mir hier eine überdimensionierte Tastatur auf dem Touchscreen vor, mit nur einer Zeile für den getippten Text. Den kann man dann am besten per W-LAN auf seinen Rechner portieren und alles ist in Ordnung, denn die wirkliche Textbearbeitung soll ja eh am PC stattfinden.

9. Vielleicht mal etwas spielen. Dank des riesen Displays ist das iPhone hier für mich die einzige mögliche Alternative.

10. Ein cooles Handy haben. Sein wir doch mal ehrlich: Das Handy ist für viele ein Statussymbol und jeder einzelne von uns ist doch auch ein bisschen oberflächlich. Ich liebe einfach technischen Schnickschnack, und das iPhone ist glaube ich das geilste kleine Gerät, das ich kenne - und man gönnt sich ja sonst nichts! Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, meinen überdimensioniertes QWERTZ-Tastatur-Handy aus meiner Tasche zu zücken und damit zu telefonieren! Und das iPhone sieht nun mal super aus und hat das beste User-Interface auf dem Markt.

11. unbegrenzte Möglichkeiten für die nächsten 2-3 Jahre. Die Software-Updates und extern programmierten Erweiterungen stellen für mich eine elegante Möglichkeit dar, den Funktionsumfang des iPhones zu erweitern. Vielleicht programmiere ich ja auch selber iPhone-Software, wenn ich mit meinem Studium fertig bin. Oder man stellt seine Dienste einfach im Internet bereit, und greift mit dem Safari-Browser darauf zu. Ich meine, mal im Ernst: Im Internet werden doch fast alle Dienste angeboten, die man irgendwie braucht! Man nehmen einen guten Browser und einem steht die ganze Welt des Internets offen.

12. Nicht zu viel Geld ausgeben. Ouch, das iPhone ist ECHT teuer! Wie man aus oben verlinkten Berichten erkennen kann, braucht man zwar nicht mehr als den kleinsten Vertrag für 500MB Datenvolumen, aber selbst der tut weh, denn wenn man die Vetragskosten zusammenzählt kommt man auf knapp 1000 Euro, und zusätzlich darf man noch seine SMS bezahlen. Wenn ich kein Notebook hätte, würde ich mir das zuerst kaufen.

13. iPhone entsprerren. Vieles geht nicht ohne eine Entsprerrung des iPhones. Ich hoffe, dass das so leicht mit externen Tools möglich ist, wie z. B. bei zdnet beschrieben. Denn dann hat man plötzlich ein weiteres dutzend neuer Möglichkeiten: Instant Messaging, beliebige externe Programme, das iPhone im WLAN als Speichermedium freigeben, etc.

Fazit

Andere Handys können gleichzeitig entweder tolle Fotos machen. Oder sie sind ein toller mp3-Player. Oder man kann mit ihnen im Internet surfen. Oder sie sehen schick aus. Oder sie sind billig und dafür echt blöd.Viele bieten unendlich viele Funktionen, die im Endeffekt keiner nutzt. Klar kann man gut mit seiner 8-Megapixel-Kamera-im-Handy rumprollen, wenn man allerdings nachher versucht die Bilder per E-Mail zu schicken, muss man sie erstmal händisch verkleinern, damit das Datenvolumen nicht so groß ist.

Das iPhone hat auf dem heutigen Markt einfach die beste Kombination aus obengenannten Features, wenn man sich das Leisten will. Ich werde es mir leisten. Einige Feature sind dabei so subversiv, dass sie gar nicht auffallen. Hat ihr MP3 einen Shuffle-Modus? Klicken Sie gerne in den Menüs ihres Handys herum, auf der suche nach einem der 100 Features, die sie gar nicht brauchen? Klicken Sie überhaupt, oder drücken Sie winzige Knöpfe? Können Sie ihr Menü umbauen, wenn es Sie stört, dass sie erst über 10 unwichtige Features hinwegnavigieren müssen, um zum eigentlich interssanten Punkt zu kommen? Können Sie in ihrem Handybrowser elegant und ohne zusätzliche Knöpfe an den Text einer Internetseite heranzoomen? Oder auf Bildern?

Fragen, die man sich stellen sollte. Zu den negativen Punkten: Ich denke, dass die Telekom dringend nocheinmal über die Tarifpreise nachdenken sollte, da mit solchen Preisen kein Massenmarkt erschlossen werden kann. Tatsächlich denke ich, dass hier mal wieder das Telekom-Monopol voll ausgeschöpft und den Kunden die Kohle aus der Tasche gezogen wird. Ach ja, Apple: Bitte die Videofunktion für die Kamera nachprogrammieren!

Was in diesem Artikel steht, ist eine generelle Abwägung von dem, was man bekommen kann, und dem, was man wirklich braucht oder will und den dabei entstehenden Kosten. Versuchen Sie mal, dieses Prinzip bei jedem Kauf, den Sie tätigen anzuwenden. Besonders wenn Sie bei Ikea sind.

Der Botanische Garten Oldenburg

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Im Rahmen des botanischen Grundpraktikums an der Universität Oldenburg machte der Kurs am 07.06.2008 eine kleine Exkursion durch den botanischen Garten Oldenburg. Wir mussten hierbei ein kleines handschriftliches Protokoll abliefern, was sich mit einem bestimmten Teil des Gartens auseinandersetzt, aber da ich gar nicht mehr ohne Tastatur schreiben kann mache ich lieber einen kleinen Bereicht für meine Internetseite fertig und schreibe ihn danach handschriftlich ab, wenn das notwenidig sein sollte.

Zuerst gebe ich eine kleine Einleitung, dann noch einen kurzen geschichtlichen Abriss zum botanischen Garten Oldenburg und komme dann zu einer Kurzbeschreibung der einzelnen Gebiete. Als eigentliches Thema meines Protokolls soll der Arzneimittelgarten etwas näher erläutert werden. Alle Informationen stammen von Kerstin Wilhelm, unserer Praktikumsleitung.

Einleitung

Weltweit gibt es etwa 300.000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen. Etwa 30% dieser Arten sind in Botanischen Gärten vorhanden. Dort sind Pflanzen gegen die Möglichkeit des Aussterbens und vor unkontrollierter Hybridisierung geschützt. Die größten botanischen Gärten weltweit sind der Missouri Botanical Garden in der USA, die Royal Botanical Gardens in London und der Botanische Garten Berlin.

Botanische Gärten führen Samenkataloge über ihre Bestände und helfen sich gegenseitig und auch Forschern aus, indem diese sich über die Samenkatalog benötigte Samen bestellen können. Die Botanischen Gärten stehen ebenfalls in Verbindung zu den großen Gendatenbanken.

Auch die Lehrer- und Studentenausbildung wird mit Hilfe der Gärten gefördert. Die Botanischen Gärten dienen neben ihrer Eigenschft als Forschungs- und Lehreinrichtungen allerdings auch zur Entspannung und Information der Bürger, die die Gärten relativ uneingeschränkt begehen können.

Geschichtlicher Abriss

Der Botanische Garten Oldenburg wurde 1882 als Lehrseminar für Lehrer gegründet, damit diese sich in heimischer Flora und Fauna weiterbilden konnten.

1916 wurde eine systematische Anlage gegründet mit ca. 1200 Arten. Das ist etwa die Anzahl der Arten, die auch in Nordwestdeutschland vorliegen. In Mitteleuropa und den Alpen gibt es ca. 3000 Arten.

In den 30er Jahren wurde der Garten vom Land Oldenburg übernommen.

In den 50er Jahren ist der Garten auf seine heutige Größe von 3,71ha vergrößert worden.

Als 1976 die Uni gegründet wurde, ging der Garten an die Uni-Oldenburg über. 1985 entstand der Standort Wechloy der Universität Oldenburg mit einem Biologie-Fachbereich. Die Verantwortlichkeit für den Garten wurde daraufhin an die Uni-Wechloy übergeben. Ein zweiter Garten mit etwa 1,5ha wurde im Küpkersweg angelegt und wird verwendet für die Anzucht von Pflanzen. Diese Pflanzen werden zum Teil in den Botanischen Garten überführt oder zum Beispiel für Ausbildungszwecke benutzt.

1999 wurde das Sukkulentenhaus gebaut und 2006 wurde das Tropenhaus eröffnet.

2007 feierte der botanische Garten seinen 125. Geburtstag. Der Garten erhielt seltene Geschenke, die heute dort auch ausgestellt werden. Zum einen handelt es sich hierbei um einen versteinerten Baum, dessen Alter auf ca. 15-20 Millionen Jahre geschätzt wird. Dieser wurde im Braunkohleabbau gefunden worden und ist nicht komplett versteinert, weshalb er auch irgendwann verwittern wird. Das andere Geschenk ist ein Exemplar von Bolemi Nobilis, ein kleiner Baum, von dem man geglaubt hat, dass er bereits seit ca. 65 Millionen Jahren ausgestorben ist. In den 90er Jahren wurde er im Australischen Nationalpark wieder entdeckt. Die Nachzüchtung gelang, daher kann man den Baum inzwischen wieder kaufen.

freilaufender Pfau im Botanischen Garten OldenburgAktuell (Stand Juni 2008) in Plaung / Bau ist die sogenannte Grüne Schule. Diese soll für Lehrer und Schüler eine praktische Lehreinrichtung sein, mit der praktische Erfahrungen gesammelt werden können.

Es gibt auch einige Tiergehege. Dies sind vorwiegend Vögel, aber auch Schildkröten und Fische können beobachtet werden. Attraktion sind die beiden freilaufenden Pfaue, ein Männchen und ein Weibchen.

Der Botanische Garten enthält heute etwa 4000 Arten und ist eingeteilt in geographische Themengebiete. Diese werden im Folgenden kurz beschrieben. Den ganzen Beitrag lesen »

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